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Spahn will sich für Veranstaltungswirtschaft einsetzen

Spahn will sich für Veranstaltungswirtschaft einsetzen

In einer Telefonkonferenz hat das Forum Veranstaltungswirtschaft, ein Zusammenschluss aus BDKV, EVVC, FAMA, ISDV, Livekomm und VPLT, mit dem Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, über nach wie vor mangelnde Perspektiven des Wirtschaftszweigs, Handlungsempfehlungen und das Erfordernis eines kontinuierlichen Dialogs zwischen dem Ministerium und der Branchenvertretung gesprochen. Spahn löste mit dem Gespräch ein Versprechen ein, welches er dem Forum bei einer kontroversen Podiumsdiskussion Ende August in Berlin gegeben hatte. Der Minister sagte zu, dass er sich für einheitliche Regelungen der Bundesländer zur Durchführbarkeit von Großveranstaltungen einsetzen werde. Er könne das aber nur anregen. Zwingen könne er die Länder dazu nicht.

Die Sprecher des Forums kritisierten zum wiederholten Mal, dass nicht nachvollziehbar sei, dass es zwar für die Bundesliga einheitliche Verordnungen gäbe, Kultur und Wirtschaftsveranstaltungen aber immer noch mit einem Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen konfrontiert seien. Sie machten dem Minister verständlich, dass auch der Veranstaltungsbetrieb in gleicher Weise auf bundeseinheitliche Regelungen angewiesen sei.

Zum Thema 2G/3G sagte der Minister, dass er 3G grundsätzlich präferiere. In geschlossenen Räumen sehe er aber vorerst keine Alternative zur 2G-Regelung. Die vom Forum Veranstaltungswirtschaft mit der Gesprächsführung beauftragten Verbandsvertreter Marcus Pohl (ISDV) und Prof. Jens Michow (BDKV) wiesen darauf hin, dass durch 2G immer noch ein Großteil des Publikums ausgeschlossen werde. Der "Schwarze Peter" einer Entscheidung zwischen 2G und 3G könne daher nicht auf Künstler und Veranstalter abgeschoben werden. Die Forderung, 3G auch indoor als ausreichend zu betrachten, ließ sich im Gespräch allerdings nicht durchsetzen. "Vier von fünf Erwachsenen sind geimpft", konterte Spahn. Damit könne man Veranstaltungen auch unter 2G durchführen.

Die Problematik, dass man von den Arbeitnehmern insbesondere von Dienstleister bei Veranstaltungen keine Impfnachweise verlangen könne, war dem Minister natürlich bekannt. Man könne ihr nach seiner Meinung aber nur durch mehr Werbung für die Impfung begegnen.

Für das Forum Veranstaltungswirtschaft war das Gespräch der längst überfällige Auftakt eines Diskurses des Ministeriums mit der Branche. "Wie kein anderes Ministerium ist das BGM unseren wiederholten Gesprächsangeboten in den vergangenen Monaten stets aus dem Weg gegangen. Auch wenn die Karten in den kommenden Wochen und wohl sogar Monaten völlig neu gemischt werden, haben wir die Tür zum Ministerium nun endlich zumindest einen Spalt geöffnet. Nach der Wahl werden wir dann hoffentlich endlich in einen dauerhaften Dialog eintreten können", sagt Marcus Pohl, Vorsitzender der ISDV.

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