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Meyer Sound beim Bambi 2006 in Stuttgart

Am 30. November 2006 wurde zum 58. Mal der wichtigste deutsche Medienpreis vergeben, der von der Hubert Burda Media gestiftete Bambi. Die 800 Gäste fuhren in einer Flotte aus Mercedes-Limousinen am Museum vor. Die schwedische Königin Silvia, die den Ehren-Bambi erhielt, schritt in Rot über den roten Teppich, Tokio Hotel brachten die Teenager zum Kreischen, die obligatorische Victoria Beckham war da, dazu Anna Netrebko, Samuel L. Jackson, Karl Lagerfeld, Oliver Kahn und Boris Becker, das Who's who der Prominenz. Doch das Museum bildete lediglich das Entree. Bambi sprengte den Rahmen des Neubaus. Zur Preisverleihung ging es durch eine 80 Meter lange gläserne Achse mit Läden, Lokalen und Event-Flächen, die zu einem Medientunnel umgestaltet worden war, ins benachbarte, gleichfalls neu erbaute Mercedes-Benz Center. Hier erwartete die Gäste eine monumentale, dreißig Meter breite Bühne, und hier fand auch das abschließende Dinner statt.
Auf den drei Ebenen des 9100 Quadratmeter großen kubischen Baus mit seinem begrünten Dach präsentiert Mercedes üblicherweise 130 Fahrzeuge, die gesamte Produktpalette. Und genau für diesen Zweck, als sogenannte Markenwelt, ist das Gebäude auch konzipiert. "Es gibt natürlich Einfacheres, als eine Live-Sendung in einem Autohaus zu fahren", kommentierte Klaus Rahe, Tonchef von Procon, gelassen. Während der fünftägigen Aufbauarbeiten musste nebenan zudem der Museumsbetrieb weiterlaufen.
Procon, das die gesamte Veranstaltung ausrüstete, bestückte die Halle komplett mit Meyer Sound: zwölf MICA Compact High-Power Curvilinear Array Lautsprecher in zwei geflogenen Sechser-Arrays zu beiden Seiten der Bühne, sechs 700-HP UltraHigh-Power Subwoofer, sechs UPM-1P Ultra-Compact Wide Coverage Lautsprecher, vier UPA-1P Compact Wide Coverage Lautsprecher zu beiden Seiten der Bühne auf den Bässen, ein geflogener Cluster aus 4 M1D Ultra Compact Curvilinear Array Lautsprecher als Frontfill im Zentrum der Bühne und 32 UPA-2P Compact Narrow Coverage Lautsprecher als Balcony-Coverage im Saal. Die Hauptverantwortung am FOH-Platz trug Procons Michael Heck.
Der Bambi wird traditionell live übertragen und dies ohne jede Zeitversetzung. Eine absolute Herausforderung für den Ton, zumal dann, wenn eine Vielzahl von Akteuren mit Ansteckmikrofonen arbeitet. "An den neuralgischen Punkten mit den Lavalier-Mikrofonen mussten wir den Pegel so weit wie möglich drosseln, ohne den Saalton zu beeinträchtigen und dadurch das Publikum zu irritieren, und wir hatten immerhin eine Raumtiefe von 50 Metern zu bedienen", erläuterte Rahe.
Ermöglicht wurde die diffizile Feinabstimmung durch den Einsatz des Galileo Lautsprecher Management Systems, mit dem ein mehrzoniges Beschallungssystem gesteuert und ausgerichtet werden kann; eingemessen wurde mit SIM 3. "Wir konnten die ganze Veranstaltung mit einem einzigen Galileo steuern. Das ist wirklich außergewöhnlich", stellte Rahe fest.
6,72 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die von Harald Schmidt und Eva Padberg moderierte Veranstaltung, das entspricht einer Quote von 22,1 % und sicherte der ARD den Tagessieg. Und noch eine Besonderheit ist zu verzeichnen, die Zuschauer wanderten nicht ab, sondern zu. Es wird am Ton gelegen haben.
Procon bescherte sowohl den prominenten Gästen vor Ort als auch den Fernsehzuschauern einen unvergesslichen Abend und hat einmal mehr einem absoluten TV-Höhepunkte zum Erfolg verholfen.
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